Glossar – Persistenz

GLOSSAR


PERSISTENZ

Was bedeutet Persistenz?

Persistenz ist in der Informatik der Begriff, der die Fähigkeit bezeichnet, Daten (oder Objekte) oder logische Verbindungen über lange Zeit (insbesondere über einen Programmabbruch hinaus) bereitzuhalten. Dafür wird ein nichtflüchtiges Speichermedium benötigt; auch das Dateisystem oder eine Datenbank sowie eine durch Protokolle gesicherte bidirektionale und transaktionsorientierte Datenübertragung können als nichtflüchtiges Medium betrachtet werden. Da ein Programm jederzeit unvorhergesehen unterbrochen werden kann, bedeutet persistente Datenhaltung insbesondere, dass jede Zustandsänderung der Daten sofort auf dem nichtflüchtigen Medium gespeichert werden muss. Darüber hinaus wird der Begriff im Zusammenhang mit eindeutigen und dauerhaften Identifikatoren digitaler Objekte verwendet. Bezüglich der logischen Verbindungen bedeutet Persistenz, dass die reale Verbindung bei Bedarf/nach einem Ausfall wiederhergestellt wird, möglichst ohne dass die zwischenzeitliche Trennung durch die Kommunikationspartner bemerkt wird. Daten, die diese Eigenschaft nicht besitzen, existieren beispielsweise nur im Hauptspeicher des Computers und verändern oder verlieren ihren Inhalt, sobald das Programm endet, von dem sie angelegt wurden. Solche „flüchtigen“ Daten werden transient genannt, sie sind gepuffert. Unter einer persistenten Verbindung ist eine andauernde, anhaltende Verbindung zu verstehen, die kurzzeitige Unterbrechungen überdauert, ohne dass sich ihr Informationsinhalt ändert.